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AKTUELLES



Warum wir unser Handy nicht aus der Hand legen – und was Meditation damit zu tun hat


Es wird gerade viel über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert, wie es Australien zuletzt beschlossen hat.

Aus meiner Sicht ist das auch hier längst überfällig.


Die Gefahren sind real: Cybermobbing, Hetze, soziale Isolation, Depressionen.

Und vor allem: ein enormes Suchtpotenzial.


Erwachsene dagegen nutzen ihr Handy ja meistens nur für sinnvolle Dinge.

Um informiert zu bleiben. Um ihren Alltag zu organisieren.


Das erzählen wir uns zumindest.


Denn wenn wir ehrlich sind, sind wir längst genauso abhängig.

Vielleicht nur besser darin, es uns schönzureden.


Jedes Glas Wein wird gepostet.

Kein Spaziergang ohne Story.

Immer auf der Suche nach einem kleinen Dopaminschub von außen.


Ich nehme mich da nicht aus.


Wann genau haben wir unser Smartphone eigentlich nicht griffbereit?


In Diskussionen wird schnell ChatGPT gefragt, wer recht hat.

Beim Filmeabend wird nebenbei recherchiert, wer da eigentlich gerade spielt.

Und im Restaurant, wenn der andere kurz aufsteht?


Liegt das Handy plötzlich wieder in der Hand.


Ganz automatisch.


Wir verlangen von Jugendlichen Disziplin, zu der wir selbst oft nicht fähig sind.

Und gleichzeitig erwartet niemand von uns Erwachsenen, dass wir etwas ändern.


Das müssen wir schon selbst tun.


Neurowissenschaftler und Autoren wie James Clear sagen:

Veränderung passiert nicht durch Verbote, sondern durch Gewohnheiten.


Wir haben uns über Jahre hinweg antrainiert, ständig auf Reize zu reagieren.

Warum sollte es nicht auch andersherum funktionieren?


Wie wäre es, wenn wir beim nächsten Impuls einfach kurz warten?


Nicht sofort reagieren.

Nicht sofort zum Handy greifen.

Nicht sofort antworten.


Sondern einen Moment dazwischen lassen.


In der Vipassana-Meditation üben wir genau das.


Meditation heißt nicht, in Trance zu fallen oder plötzlich erleuchtet zu sein.

Es heißt, sehr genau hinzuschauen.


Gedanken tauchen auf.

Impulse entstehen.

Und wir beobachten, wie sie wieder verschwinden.


So wie Geräusche kommen und gehen.


Der entscheidende Punkt ist:

Wir müssen nicht auf jeden Impuls reagieren.


Dieser Moment dazwischen – der ist entscheidend.


Dort entsteht Freiheit.


Vielleicht greifst du dann nicht zum Handy.

Vielleicht regst du dich weniger auf.

Vielleicht wird aus einem automatischen Reflex eine bewusste Entscheidung.


Du wirst kein anderer Mensch.

Aber vielleicht ein bisschen weniger getrieben.


Und vielleicht auch ein besseres Vorbild für die, von denen wir so viel verlangen.


Wenn du das ausprobieren möchtest:

In unseren Vipassana-Sessions üben wir genau diesen Moment.


Schau in den Kursplan, wann die nächste Meditation bei The Soft Spot stattfindet.

Ich freue mich auf dich.

 
 
 
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